Oralchirurgie: Sanfte Zahn-OP

Die Oralchirurgie ist ein spezielles Fachgebiet der Zahnheilkunde. Hierbei geht es um verschiedene operative Eingriffe im Bereich der Zähne, des Mundes und Kiefers, beispielsweise Weisheitszahnextraktionen, Wurzelspitzenresektionen und Implantatversorgungen mit oder ohne Knochenaufbau. Der Vorteil ist, dass diese unter einer sanften Narkose bei einer vollständigen Schmerz- und Stressfreiheit vorgenommen werden können. Dadurch kann gerade Angstpatienten ermöglicht werden, eine vielleicht längst überfällige Behandlung durchführen zu lassen und wieder ein strahlendes Lächeln zu erlangen.

Welche Behandlungsfelder gehören zur Oralchirurgie?

Die Oralchirurgie ist ein Begriff für zahlreiche Operationen, die in der Mundhöhle und im Kiefer vorgenommen werden. Das Spektrum umfasst zum Beispiel Wurzelbehandlungen und -spitzenresektionen, die Entfernung von Zähnen/Weisheitszähnen, die Transplantation von Zähnen und verschiedene Verfahren der Parodontologie. Eine Wurzelspitzenresektion dient dem Ziel, einen Zahn zu erhalten, wenn beispielsweise eine entzündete Zahnwurzelspitze trotz Wurzelkanalbehandlung nicht ausheilt. Bei dieser Behandlung werden die Wurzelspitze und oftmals auch das entzündete Gewebe entfernt.

Die Entfernung von Weisheitszähnen kann
erforderlich werden, wenn diese nichtOralchirurgie genügend Platz im Kiefer finden, wodurch sie schief heraus wachsen oder im Kieferknochen verbleiben. Dadurch können sie auf die übrigen Zähne Druck ausüben, diese verschieben oder sogar die Wurzeln der Nachbarzähne beschädigen. Weisheitszähne, die zu wenig Platz im Kiefer haben, sollten generell präventiv im Alter zwischen 18 und 25 entfernt werden, um o.g. Probleme, aber auch Entzündungen und/oder Knochenresorptionen vorzubeugen.

Ein weiteres Behandlungsfeld ist die Implantatversorgung, um natürliche Zähne zu ersetzen. Bei unzureichendem Knochenangebot können hier auch Knochenverpflanzungen Anwendung finden.

Die Oralchirurgie umfasst ein breites Spektrum der Zahnheilkunde, das nicht nur die Sicherung der Funktionsfähigkeit der Zähne und des Kiefers beinhaltet, sondern auch die Grundlage für langfristige und optimale ästhetische Versorgungen darstellt. Auch parodontal-chirurgische Maßnahmen spielen dabei eine Rolle.

Erleichterte Behandlung mit der Lasertherapie

Es gibt zahlreiche Behandlungen, die mit dem Laser im Vergleich zu den klassischen Behandlungsverfahren erleichtert werden. Dazu gehören beispielsweise das Entfernen von Geschwülsten, das Behandeln von Parodontose oder das Freilegen von Implantaten. Durch Anwendung des Lasers können größere Gewebedestruktionen verhindert werden, die Keimzahl wird nachweislich reduziert und größere Blutungen werden vermieden.

Bei allen chirurgischen Eingriffen bedarf es eines darauf spezialisierten Oralchirurgen. Nur ein Fachzahnarzt hat die Erfahrung fachübergreifende Zusammenhänge zu erkennen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Die Oralchirurgie ist auch das Gebiet, das mit am stärksten von wissenschaftlichen Entwicklungen und Innovationen profitiert. Ein Fokus liegt auch verstärkt in der Behandlung von Zahnarzt-Angstpatienten. Vor allem bei umfangreichem Behandlungsbedarf stellt die Sanierung in einer schonenden Vollnarkose die optimale Lösung dar.

Die häufigsten Behandlungen der Oralchirurgie im Überblick:

  • Zahnentfernungen
  • Wurzelspitzenresektionen
  • Entfernung von verlagerten Zähnen
  • Parodontal-chirurgische Eingriffe
  • Weisheitszahnentfernung
  • Zahntransplantationen und Reimplantationen
  • Präprothetische Chirurgie
  • Knochentransplantationen
  • Implantate
  • Lippen- und Zungenbändchenkorrektur